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Freitag, 26. April 2013

Steuerliche Absetzbarkeit des Elternunterhalts

Der Bundesfinanzhof hat in seinem Beschluss vom 08.11.2012 (AZ: VI B 82/12) zum wiederholten Mal entschieden, dass Kinder, die für ihre Eltern sog. Elternunterhalt zahlen, diesen im Rahmen des § 33a Einkommensteuergesetz (EStG) steuerlich geltend machen können. Nach § 33a EStG können jährlich Aufwendungen bis maximal 8.004,00 € im Rahmen der Einkommensteuererklärung vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden.
Es handelt sich hierbei um sog. außergewöhnliche Belastungen in besonderen Fällen. Dazu gehören insbesondere Aufwendungen für Ernährung, Kleidung, Wohnung, Hausrat sowie notwendige Versicherungen.

Der Bundesfinanzhof hat weiterhin entschieden, dass zu diesen Aufwendungen nicht die Übernahme von Krankheits- und Pflegekosten zählen. Diese sind nach § 33 EStG als außergewöhnliche Belastungen zu berücksichtigen, wobei § 33 EStG keine Höchstgrenze der abziehbaren Beträge regelt. Allerdings müssen hier Aufwendungen in einer Höhe getätigt worden sein, die die zumutbare Belastungsgrenze nach § 33 Abs. 3 EStG übersteigen. Die jeweilige Belastungsgrenze des Steuerpflichtigen bestimmt sich nach dem individuellen Einkommensteuertarif.

Aus Sicht des Bundesfinanzhofes fallen Aufwendungen für die krankheitsbedingte Unterbringung von Angehörigen in einem Altenpflegeheim unter § 33 EStG, während Aufwendungen für deren altersbedingte Heimunterbringung lediglich nach § 33a EStG berücksichtigt werden können.